Sonntag, Januar 31, 2016

Diese Geschichte berührt mich ziemlich

Hoimar von Ditfurth war es, der diese wenigen Zeilen verfasst hat. Bekannt wurde Hoimar von Ditfurth vor allem als Fernsehmoderator und populärwissenschaftlicher Schriftsteller. Er starb am 1. November 1989 in Freiburg/Breisgau.
Ich besuchte die Fachschule für Elektrotechnik 1978 in Meldorf und hatte mir viel Zeit zu Lernen genommen. Schon damals entdeckte ich eine gewisse Vorliebe für Physik. Beim Lesen fand ich auch folgende Zeilen, die mich ziemlich berühren.
Hoimar von Ditfurth:
Bei ihren Versuchen, Pflanzen in Atmosphären künstlicher, << nichtirdischer >> Zusammensetzung aufzuziehen, machten amerikanische Raumfahrtbiologen jüngst eine bemerkenswerte Entdeckung. Ihre Schützlinge gediehen am besten nicht etwa in der gewöhnlichen Luft, die wir auf der Erde atmen, sondern in einem experimentell erzeugten Gasgemisch. Am üppigsten wucherten Tomaten, Blumen und andere Alltagsgewächse dann, wenn man das Sauerstoffangebot auf etwas weniger als die Hälfte reduzierte und gleichzeitig den CO2-Anteil – normalerweise nur 0,03% - kräftig erhöhte.
Dieses Resultat erscheint zunächst einmal deshalb bemerkenswert, weil es eine geläufige und ohne großes Nachdenken für sebstverständlich gehaltene Ansicht als Vorurteil entlarvt, die Ansicht nämlich, die auf der Erde herrschenden Bedingungen seien für alle hier existierenden Lebensformen optimal. Aber die Bedeutung des Befundes der amerikanischen Biologen reicht darüber noch weit hinaus. Ihr Experiment erweist sich bei näherer Betrachtung als ein Exempel für die von vielen Zeitgenossen noch immer nicht erkannte Tatsache, dass die Menschen heute erst die Erde wirklich kennenlernen, da sie sich anschicken, sie zu verlassen (Anmerkung: Diese Kurzgeschichte ist zuerst zwischen 1964 und 71 also zur Zeit des Apollo-Programmes/Mondlandung geschrieben worden bzw. erschienen). Erst die Beschäftigung mit dem, was jenseits der Erde liegt, gibt uns die Möglichkeit, zu begreifen, was uns als alltäglich gewohnte Umwelt umgibt.


Pflanzen setzen bei der Photosynthese Sauerstoff frei. Ohne Pflanzenwelt wäre der Sauerstoffvorrat der Erdatmosphäre innerhalb von etwa drei Jahrhunderten verbraucht, wäre die Erde nach dieser Zeit für Mensch und Tier unbewohnbar. Die Versuche der Exobiologen erinnern uns daran, dass auch das Umgekehrte gilt. Bevor die Pflanzen auf der Erdoberfläche erschienen, war die Erdatmosphäre praktisch frei von Sauerstoff. Als die Pflanzen ihn zu erzeugen begannen, gab es noch niemanden, dem er hätte nützen können. Er war Abfall. Dieser Abfall reicherte sich in der Atmosphäre unseres Planeten mehr und mehr an bis zu einem Grad, der die Gefahr heraufbeschwor, dass die Pflanzen in dem von ihnen selbst erzeugten Sauerstoff würden ersticken müssen. Der Versuch der Exobiologen zeigt, wie nahe die Entwicklung dieser Gefahrengrenze tatsächlich schon gekommen war.
In dieser kritischen Situation holte die Natur zu einer gewaltigen Anstrengung aus. Sie ließ eine Gattung ganz neuer Lebewesen entstehen, deren Stoffwechsel just so beschaffen war, dass sie Sauerstoff verbrauchten. Während wir gewohnt sind, die Pflanzen einseitig als die Lieferanten des von Tieren und Menschen benötigten Sauerstoffs anzusehen, verschafft uns die Weltraumforschung hier eine Perspektive, die uns das gewohnte Bild aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigt: Wir stehen unsererseits im Dienste pflanzlichen Lebens, das in kurzer Zeit erlöschen würde, besorgten wir und die Tiere nicht laufend das Geschäft der Beseitigung des als Abfall der Photosynthese entstehenden Sauerstoffs.
Wenn man auf diesen Aspekt der Dinge erst einmal aufmerksam geworden ist, glaubt man, noch einen anderen, seltsamen Zusammenhang zu entdecken. Die Stabilität der wechselseitigen Partnerschaft zwischen dem Reiche pflanzlichen Lebens und dem von Tier und Mensch ist ganz sicher nicht so groß, wie es die Tatsache vermuten lassen könnte, dass sie heute schon seit mindestens einer Milliarde Jahren besteht. Es gibt viele Faktoren, die ihr Gleichgewicht bedrohen. Einer von ihnen ist der Umstand, dass ein beträchtlicher Teil des Kohlenstoffs, der für den Kreislauf ebenso notwendig ist wie Sauerstoff – keine Photosynthese ohne CO2 – von Anfang an dadurch verlorengegangen ist, dass gewaltige Mengen pflanzlicher Substanz nicht von Tieren gefressen, sondern in der Erdkruste abgelagert und von Sedimenten zugedeckt wurden. Dieser Teil wurde dem Kreislauf folglich entzogen, und zwar, so sollte man meinen, endgültig und unwiederbringlich. Das Ende schien nur noch eine Frage der Zeit.
Wieder aber geschieht etwas sehr Erstaunliches: in eben dem Augenblick – in den Proportionen geologischer Epochen -, in dem der systematische Fehler sich auszuwirken beginnt, erscheint wiederum eine neue Lebensform und entfaltet eine Aktivität, deren Auswirkungen die Dinge wie beiläufig wieder ins Lot bringen. Homo faber tritt auf und bohrt tiefe Schächte in die Erdrinde, um den dort begrabenen Kohlenstoff wieder an die Oberfläche zu befördern und durch Verbrennung dem Kreislauf von neuem zuzuführen.
Manchmal wüsste man wirklich gern, wer das Ganze eigentlich programmiert.

Ihr Reinhard Bolzmann



Dienstag, Dezember 29, 2015

Täglich etwas dazulernen?

1977 war es. Die Bundeswehr zahlt mir Lehrgänge und Fachliteratur. Es wäre ja auch zu schade, dass nicht auszunutzen. Meine Überlegungen gehen also dahin das zu lernen, was die Bundeswehr mir nicht bietet. Folgerichtig ist dies ja, da mein Wunsch mich beherrscht ins mittlere Management zu gehen, mein Kaufmannswissen auszubauen. Meine Entscheidung in die Richtung Elektronik zu gehen fühlte sich immer besser an.
Ich entdecke die Vorliebe für Mathematik, Deutsch und Lernen allgemein.
Meine Lieblingsepoche war die Romantik.
Mein Wahlspruch war dann nicht nur: Lerne jeden Tag etwas dazu. Sondern jetzt auch Tue das, was Du fürchtest.
In Fachzeitschriften lese ich viel und ich bemerke, das das Schärfen eines Profils, also nur Techniker oder nur kaufmännisches wohl auf Dauer nicht so viel bringt. Die Umwälzungen auf der Welt benötigen wohl auch, dass man sich darauf einstellen sollte den Beruf nicht nur einmal sondern möglicherweise zweimal ändern müsse. Ab jetzt legte ich deshalb mein Augenmerk darauf mich viel mit kaufmännischen Fragen auseinanderzusetzen. Zunächst "fürchtete" ich den Verkauf, später Steuer- und Buchhaltungsfragen. Es stellte sich auch immer mehr heraus, das ich damit goldrichtig lag.
Der US-amerikanische Film "Saturday Night Fever" (Nur Samstag Nachts) mit John Travolta (geb. 1954) in der Hauptrolle wird ein großer Erfolg. Die im Film gezeigten Tänze werden in zahlreichen Diskotheken nachgeahmt.
• ABBA: Money, Money, Money 5 Wochen (20. Dezember 1976 – 23. Januar 1977)
• Boney M.: Sunny 2 Wochen (24. Januar – 6. Februar)
• Smokie: Living Next Door to Alice 9 Wochen (7. Februar – 10. April)
• ABBA: Knowing Me, Knowing You 2 Wochen (11. April – 24. April)
• Smokie: Lay Back in the Arms of Someone 1 Woche (25. April – 1. Mai, insgesamt 5 Wochen)
• Jeanette: Porque te vas 1 Woche (2. Mai – 8. Mai)
• Oliver Onions: Orzowei 1 Woche (30. Mai – 5. Juni)
• Boney M.: Ma Baker 3 Wochen (13. Juni – 3. Juli)
• Baccara: Yes Sir, I Can Boogie 8 Wochen (4. Juli – 28. August)
• Space: Magic Fly 1 Woche (29. August – 4. September)
• Baccara: Sorry, I'm a Lady 7 Wochen (5. September – 23. Oktober)
• Boney M.: Belfast 4 Wochen (24. Oktober – 20. November)

• Santa Esmeralda feat. Leroy Gomez - Don’t Let Me Be Misunderstood 8 Wochen (21. November 1977 – 15. Januar 1978)

Manchmal genieße ich es ein Kino zu besuchen.
Hier ist das Angebotder Region dazu.

Montag, November 30, 2015

Entspannung in heutigen Tagen

Kennen Sie R.V.C.Bodley?
Wahrscheinlich nicht.
Ronald Victor Courtenay (R. V. C.) Bodley, (3.März 1892 in Paris – 26.Mai 1970) war britischer Armeeoffizier. wanderte aus in die USA  Er starb am 26. Mai 1970 in einem Pflegeheim  in Bramley, Surrey.

Gerade auch in den Tagen kurz nach dem Anschlag krimineller Terroristen von Paris beeindrucken mich einige seiner Zeilen besonders. Dale Carnegie veröffentlichte diese in seinem Buch "Sorge Dich nicht-lebe!" bereits 1944.

Hier ein Auszug mit den bewussten Zeilen:
1918 kehrte ich der Welt die ich kannte, den Rücken und ging nach Nordwestafrika, wo ich sieben Jahre bei den Arabern in der Sahara, dem Garten Allahs, lebte.
....
....
Ich trieb auch eingehende Studien über Ihre Religion. So schrieb ich späterhin ein Buch über Mohammed unter dem Titel "Rhe Messenger" (Der Verkünder). (Anmerkung: Heute immer noch ein Bestseller: erhältlich bei amazon und Co.)
Die sieben Jahre, die ich bei diesen umherziehenden Schäfern zubrachte, waren die friedlichsten und zufriedensten meines Lebens.
Ich hatte bereits reiche und vielfältige Lebenserfahrungen hinter mir: Ich wurde als Sohn englischer Eltern in Paris geboren und lebte neun Jahre in Frankreich. Später wurde ich in Eton und auf der königlichen Kadettenschule in Sandhurst erzogen. Hierauf verbrachte ich sechs Jahre als britischer Offizier in Indien, wo ich Polo spielte und jagte und Forschungsfahrten in das Himalayagebirge unternahm und daneben auch ein wenig Soldat spielte. Ich machte den ersten Weltkrieg mit und wurde an dessen Ende als beigeordneter Militärattaché an die Pariser Friedenskonferenz geschickt. Was ich dort sah, enttäuschte und empörte mich. Während der vier Jahre dauernden Schlächterei an der Westfront hatte ich geglaubt, wir kämpften, um die Zivilisation zu retten. Allein auf der Pariser Friedenskonferenz sah ich, wie selbstsüchtige Politiker die Grundlagen zum Zweiten Weltkrieg legten, indem jedes Land soviel wie möglich für sich selbst erraffte, nationale Gegensätzlichkeiten schuf und die Intrigen der Geheimdiplomatie neu erstehen ließ.
...
Ronald Bodley quittierte daraufhin seinen Dienst und ging auf anraten von Lawrence von Arabien nach Nordwestafrika. Er lernte, wie Mohammedaner mit Unvermeidlichem umgehen.

Dale Carnegie kommentiert die Zeilen 1944 dann so:
Meine Leser und ich - wir sind keine Mohammedaner, und wir wollen keine Fatalisten sein. Doch wenn die wilden, sengenden Winde über unser Leben dahinbrausen - und wir sie nicht verhüten können, dann wollen auch wir das Unvermeidliche gelassen hinnehmen. Danach aber wollen wir uns aufraffen und zusammensuchen, was übrig geblieben ist.  

Versuchen Sie selbstsüchtige Politiker zu stoppen, leider sind solche im Augenblick in allen legitimierten Parteien und auf allen Flecken dieser Welt anzutreffen und bleiben Sie ansonsten entspannt.

Samstag, Oktober 17, 2015

Warum ich nie mehr ein Haus kaufen oder bauen würde .....

Ich hatte das Mieten bisher immer abgelehnt und zunächst Eigentumswohnungen abgelehnt, da ich mir dachte, bis ich solch eine Wohnung abbezahlt habe vergehen 10 bis 20 Jahre. Dazu muss ich Sanierungen, Schäden, Eigentumsversicherungen und Umbauten am Gemeinschaftsgrund mitfinanzieren. Aber wenn ich nun nachdenke, reizt mich der Gedanke immer mehr. Einerseits bleibt das monatlich gezahlte Geld bei mir und ich habe eine Wohnung aus der mich niemand rauswerfen kann und in der all das machen kann, was ich möchte.
Momentan sah es so aus (aus meinem Tagebuch): Vergangenes Jahr bin ich in meine jetzige Wohnung gezogen. Sie gefällt mir ganz gut, ist aber nicht meine Traumwohnung. 3 Zimmer, 90m² für ~540€ Kaltmiete am Rand der Großstadt Hamburg, die für mich auch noch neu ist. Ich bin hier momentan eigentlich nur beruflich gebunden, finde es hier nicht schlecht aber auch nicht perfekt. Wenn sich eine bessere Möglichkeit ergeben würde, könnte ich mir auch vorstellen, wieder umzuziehen. Aber erst einmal möchte ich noch hier bleiben. Durch den Umzug bin ich momentan ziemlich blank. Ich musste die Wohnung neu möblieren und habe dementsprechend gleich etwas bessere Möbel gekauft, die von den Maßen her auch sehr gut in die Wohnung passen. Nun sagten mir meine Kollegen, dass auch gerade in der jetzigen Zeit Eigentumskäufe auch ohne Eigenkapital getätigt werden können. Ich habe mich interessehalber mal umgeschaut und ganz schicke Wohnungen für 120.000 bis 150.000€ gefunden. In einer Vorstadt ist es sicherlich günstiger aber da habe ich noch nicht geguckt. Ich wollte mir ja erst einmal nur einen groben Überblick verschaffen. Dazu sei aber gesagt dass ich eher an einem Singlehaus Interesse hätte, ohne großes Grundstück. So bin ich wirklich unabhängig und habe meine Ruhe. Ein Reihenhaus würde für mich nicht in Frage kommen da wieder Wand an Wand ist. Richtige Singlehäuser gibt es leider nur sehr rare gesät aber die Zeit hätte ich ja ein schickes zu suchen. Ein eigenes bauen wäre mir zu stressig und zu viel. Einer eigenen Wohnung wäre ich aber auch nicht abgeneigt, wenn zur Not die Möglichkeit besteht, z.B. nach 5 Jahren die Wohnung wieder zu verkaufen, der Käufer zahlt mir meine bisher gezahlten Raten und zahlt für die nächsten 10 Jahre weiter den monatlichen Ratenbetrag.
Das Ergebnis?
Im Zweifelsfalle weiter zur Miete wohnen keine Vergleichsrechnungen anstellen.

1999 meinte ich eine Eigentumswohnung könnte doch aus steuerlicher Sicht, finanzieller Sicht eine interessante Sache sein. Dem Grundsatz folgend Kaufe nur eine Eigentumswohnung in die Du zur Not selbst einziehen würdest kaufte ich ein schönes Objekt in Ahrensburg, das ist im Speckgürtel von Hamburg gelegen. Schöne Außenanlagen, Terasse, Tiefgarage, U-Bahn-Nähe.
Die Wohnung schien mir ein beständiger Wert zu sein, preisliche Schwankungen dürften vorkommen, die könnte ich ja leicht aussitzen.
Die Vermietung hatte geklappt, der steuerliche Vorteil war interessant.
Der Schönheitsfehler:
Gebaut von der Immobiliensparte der Berliner Bank, die in starke Turbulenzen geraten war. Die Turbulenzen führten dazu, dass die Gewährleistungsmängel an dem ganzen Objekt nicht termingerecht behoben wurden. Es sollten wohl noch fünf bis sechs Jahre vergehen (Rechtsstreit, passende Ing-Büros etc.) bis diese behoben waren. Solange war an einen Verkauf zum Einstandspreis also nicht zu denken.
Wegen einer anderen Sache (drohender Schadensersatz bei Verkauf eines anderen Objektes) gepaart mit den Kosten der Trennung von meiner Frau geriet ich in solche starke Geldnot, dass ich die Eigentumswohnung nicht mehr halten konnte und wegen des noch mangelhaftem schlechten Zeitwertes der Eigentumswohnung meine Haus-Bank mitverantwortlich für meine Insolvenz war.
Letztendlich hat die Bank sich schadlos gehalten.
Meine Lehre:
Ein Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses (auch wenn es steuerlich attraktiv aussieht) macht nur Sinn, wenn man das Geld dafür ganz sicher übrig hat. Banken sind nie geduldig, dürfen es aus deren Sicht wahrscheinlich auch nicht sein.
Beim Kauf oder Bau eines selbst bewohnten Hauses gelten weitere Regeln, auf die ich später noch eingehe.


2.11.76 In den USA wird der Demokrat James Earl "Jimmy" Carter (geb. 1924) zum 39. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.

15.11.76. Die Telekom damals noch Deutsche Bundespost stellt in West-Berlin die ersten Tastentelefone vor. Sie sollen in den nächsten Jahren die in der Bundesrepublik üblichen Apparate mit Wählscheibe ersetzen.

• Jean-Claude Borelly: Dolannes-Melodie 3 Wochen (29. Dezember 1975 – 18. Januar 1976, insgesamt 4 Wochen)
• Penny McLean: Lady Bump 1 Woche (19. Januar – 25. Januar, insgesamt 8 Wochen; → 1975)
• Harpo: Moviestar 1 Woche (2. Februar – 8. Februar, insgesamt 4 Wochen)
• ABBA: Mamma Mia 1 Woche (9. Februar – 15. Februar)
• Pussycat: Mississippi 4 Wochen (8. März – 4. April, insgesamt 5 Wochen)
• Frank Farian: Rocky 1 Woche (5. April – 11. April, insgesamt 4 Wochen)
• ABBA: Fernando 1 Woche (3. Mai – 9. Mai, insgesamt 7 Wochen)
• Bellamy Brothers: Let Your Love Flow 5 Wochen (28. Juni – 1. August)
• Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld 6 Wochen (2. August – 12. September)
• Boney M.: Daddy Cool 1 Woche (13. September – 19. September, insgesamt 12 Wochen)
• ABBA: Dancing Queen 1 Woche (20. September – 26. September)
• David Dundas: Jeans On 1 Woche (6. Dezember – 12. Dezember)
• ABBA: Money, Money, Money 5 Wochen (20. Dezember 1976 – 23. Januar 1977)


Mittwoch, September 30, 2015

Glückliche Familie

Ich tappe in die nächste Falle. Die Gesellschaft meint ja erstrebenswert wäre schnell eine Familie, dann bist Du was und dann ein eigenes Haus. Bloß keine Miete mehr zahlen und im Alter dann im bezahlten Häuschen leben.
Mit meiner ersten schnellen Bindung scheiterte ich dann aber und lief meiner Ehefrau wieder davon. Der einzige Segen dabei war meine Tochter, die aus dieser Beziehung entstand. 
Ich tat dann aber alles, um in meinem Leben auch etwas schönes zu bauen. Dazu aber später mehr.
Die folgenden Grundsätze habe ich aber bestimmt damals missachtet, ich lernte sie erst viel zu spät.

Ermutige den anderen! Gebe ihm das Gefühl, dass er seine Fehler spielend leicht verbessern kann und dass das, was Du von ihm erwartest, gar nicht so schwierig ist.

Regeln für eine glückliche Familie

* Nörgele nicht!
* Nimm den Partner wie er ist, versuche ihn nicht umzumodeln.
* Behalte Deine Vorwürfe für Dich
* Zolle Deiner Frau aufrichtige Anerkennung, spare nicht mit schönen Worten für sie!
* Erhalte die Liebe durch kleine Aufmerksamkeiten.
* Sei zu Deiner Frau höflich und galant. Behandle sie besser als Deine Freunde und wende alle diesbezüglichen  „Regeln“ auch auf sie an.

* Lese ein gutes Buch über sexuelle Beziehungen.

Über diese Zeit hier noch folgende schöne Notizen:
16.5.75 Der Deutsche Bundestag wählt Helmut Schmidt zum Bundeskanzler. Die sozial-liberale Koalition wird fortgesetzt. Neuer Vizekanzler wird Hans-Dietrich Genscher.
19.5. In Frankreich wird der Unabhängige Republikaner Valéry Giscard d'Estaing (geb. 1926) zum Staatspräsidenten gewählt.
7.7. Die Fußballmannschaft der Bundesrepublik Deutschland wird durch einen 2:1-Sieg über die Niederlande in München Fußballweltmeister.
9.8. Der US-amerikanische Präsident Richard M. Nixon (1913-1994) erklärt aufgrund der "Watergate-Affäre" seinen Rücktritt. Sein Nachfolger wird Gerald R. Ford (geb. 1913).
26.12. In Hamburg wird der neue Elbtunnel eröffnet.
Michael Holm – Tränen lügen nicht 4 Wochen (30. Dezember 1974 – 26. Januar 1975, insgesamt 5 Wochen)
Bachman-Turner Overdrive – You Ain’t Seen Nothing Yet 1 Woche (27. Januar – 2. Februar)
Udo Jürgens – Griechischer Wein 3 Wochen (10. Februar – 2. März, insgesamt 8 Wochen)
Billy Swan – I Can Help 1 Woche (3. März – 9. März)
The Sweet – Fox on the Run 1 Woche (14. April – 20. April, insgesamt 6 Wochen)
Shirley & Company – Shame, Shame, Shame 3 Wochen (21. April – 11. Mai)
George Baker Selection – Paloma blanca 13 Wochen (16. Juni – 14. September)
ABBA – SOS 7 Wochen (15. September – 2. November)
Penny McLean – Lady Bump 5 Wochen (3. November – 7. Dezember, insgesamt 8 Wochen; → 1976)
5000 Volts – I’m on Fire 1 Woche (8. Dezember – 14. Dezember)
Jean-Claude Borelly – Dolannes-Melodie 3 Wochen (29. Dezember 1975 – 18. Januar 1976, insgesamt 4 Wochen; → 1976)
Neil Diamond – Serenade 4 Wochen (15. Februar – 14. März)
Mike Krüger – Mein Gott, Walther 8 Wochen (15. September – 14. November)

Für gemeinsame Ausflüge mit Deiner Familie ist hier mein spezieller Tipp....

Freitag, August 28, 2015

Endlich erwachsen

Wenn ich an diese Zeit zurückdenke geht mir noch so viel durch den Kopf. Ich erinnere mich noch gut an die Musik:
In den Charts sind gerade:

Miguel Rios: A Song of Joy 4 Wochen
Melodie nach Ludwig van Beethoven
George Harrison: My Sweet Lord 10 Wochen
Sein erster Hit nach der Auflösung  der Beatles.
Lynn Anderson: Rose Garden 1 Woche
Lynn ist 2015 von uns gegangen, ihr Hit bleibt aber unvergessen.
Creedence Clearwater Revival: Hey Tonight 1 Woche
Danyel Gérard: Butterfly 14 Wochen
The Sweet: Co-Co 6 Wochen
Peret: Borriquito 2 Wochen
Das war der Lieblingshit meiner Tante Emmi, die viel zu früh von uns gegangen ist.
Pop Tops: Mamy Blue 10 Wochen

26.8.-11.9.72: Die XX. Olympischen Sommerspiele finden in München und Kiel, Schilksee statt.
Wir haben mitgefiebert als Ulrike Meyfahrt im Hochsprung die Goldmedaille gewann oder unsere 4x100m Staffel der Frauen abgeräumt hatten.
Die Hemden konnten garnicht bunt genug sein, die Autos waren meist kultig wie der Käfer, die Ente, der R4 oder der Opel Manta.
Heute sehen alle Autos gleich aus.
Ich erinnere mich aber auch an meine ersten großen Fehler, die ich in den Jahren machte.
Der größte war wohl der, dass ich mich dem gesellschaftlichen Druck verpflichtet fühlte zu zeigen, was man verdient.
Dazu habe ich konsumiert bis zum Anschlag. Heute weiß ich, dass man auch mit weniger auskommen kann. Hätte ich von Anfang an jeden Monat nur 10  % nicht ausgegeben, sondern unverlierbar für das Alter zurückgelegt hätte, wäre ich heute viel besser dran und es hätte auch überhaupt nicht geschmerzt. Stattdessen: Immer ein schickes Auto, einmal sogar ein werksneuen Opel Ascona-Sport, den ich dazu noch nur teilkaskoversichert hatte. Nicht nur der Wagen trug mich bei etwas zu hoher Geschwindigkeit aus der Kurve, auch die finanzielle Strafe folgte auf dem Fuß. Ich hatte aber immer noch nichts daraus gelernt.
Ich kann nur jedem jungen Menschen raten, verzichtet darauf alles auszugeben und ein passendes Auto erst dann anzuschaffen, wenn man es sich angespart hat und keinesfalls auf Pump. Konsumschulden sind derart doof, man versaut sich den Rest seines Lebens.
Im Fernsehen lief Dalli-Dalli mit Hans Rosenthal, Spiel ohne Grenzen oder Wim Thoelke mit dem Großen Preis.
Schick waren Schlaghosen, die Krönung: Weil alle anderen auch so etwas hatten nähte meine Mutter mir Dienstgradabzeichen darauf.
Im Kino lief Einer flog über das Kuckucksnest mit Jack Nicholson, Der Clou mit Robert Redford, Apocalypse Now oder auch Harold und Maude. Solche Filme kann man auch immer wieder sehen, mit den heutigen Produktionen ist das garnicht vergleichbar.



Tony Christie: (Is This the Way To) Amarillo? 1 Woche
Daisy Door: Du lebst in deiner Welt (Highlights of My Dreams) 4 Wochen
Middle of the Road: Sacramento (A Wonderful Town) 2 Wochen
Tony Marshall: Komm gib mir deine Hand 1 Woche
Die Windows: How Do You Do? 8 Wochen
Juliane Werding: Am Tag, als Conny Kramer starb 1 Woche
Daniel Boone: Beautiful Sunday 1 Woche
Christian Anders: Es fährt ein Zug nach Nirgendwo 1 Woche
Bata Illic: Michaela 1 Woche
T. Rex: Metal Guru 1 Woche
Mouth & MacNeal: Hello-A 1 Woche
The Sweet: Little Willy 1 Woche
Hot Butter: Popcorn 3 Wochen
The Sweet: Wig-Wam Bam 8 Wochen
Wums Gesang: Ich wünsch' mir 'ne kleine Miezekatze 9 Wochen

Hier noch ein Tipp für gute Laune: Solche Titel suche ich beim Streaming-Dienst Spotify. Habe ich sie gefunden speichere ich sie in einer Playlist. Sind sie markiert kann ich sogar offline hören. Und das tolle, sie belasten mein kostbares Datenvolumen bei der Telekom nicht.
Spotify merkt sich, was ich so alles höre und stellt mir ein persönlichen Hit-Mix meines Geschmacks zur Verfügung, da höre ich dann Sachen, die ich schon lange nicht mehr gehört habe.

Viel gelacht haben wir damals über Otto, den Schweizer Emil und über Loriot natürlich.

Ausflüge haben wir schon damals unternommen, der Hansa-Park hieß zunächst noch Legoland beispielsweise.


Dienstag, August 11, 2015

Die weite Welt

Jetzt passiert viel nach meiner Ausbildung und ich sehe die weite Welt

20.7.69: Wir besuchen meinen Patenonkel. Dabei sehen auch wir gebannt auf seinen Fernseher. Im Zuge des Wettlaufs im All setzt um 21.17 Uhr MEZ (Mitteleuropäische Zeit) die US-amerikanische Landefähre "Eagle" (Adler) auf dem Mond auf. Über 500 Millionen Fernsehzuschauer verfolgen wie wir weltweit live am Bildschirm, wie der US-Amerikaner Neil Armstrong (1930-2012) mehrere Stunden später die Leiter hinabsteigt. Es ist der 21. Juli 1969 um 3.56 Uhr MEZ, als Armstrong als erster Mensch den Fuß auf die Mondoberfläche setzt. Er begleitet diese Handlung mit den Worten "That's a small step for a man, one giant leap for mankind" (Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit).
28.9.69: Wahlen zum 6. Deutschen Bundestag. Die CDU/CSU erhalten 46,1 Prozent, die SPD 42,7 Prozent und die FDP 5,8 Prozent der Stimmen. Die NPD scheitert mit 4,3 Prozent an der Fünfprozent-Hürde. Es wurde schon deutlich und Moisling hat gefeiert: Am 21.10. wurde Willy Brandt dann offiziell zum Bundeskanzler gewählt. Die neue Regierung bestand aus einer sozial-liberalen Koalition. Walter Scheel wurde Vizekanzler.
Der US-amerikanische Ingenieur M. Edward Hoff stellt den ersten Mikroprozessor vor. Der winzige integrierte Schaltkreis ermöglicht den Einbau von Computertechnik in elektronische Kleingeräte. Ab 1971 wird der erste Taschenrechner auf Basis eines Mikroprozessors entwickelt.
Der Modetrend Ende der 1960er Jahre schwankt zwischen "Mini und Maxi".


1. Michael Holm: Mendocino
2. Christian Anders: Geh nicht vorbei
3. The Archies: Sugar Sugar
4. Barry Ryan: Eloise
5. Jane Birkin & Serge Gainsbourg: Je t’aime … moi non plus
6. Adamo: Es geht eine Träne auf Reisen
7. Shocking Blue: Venus
8. Roy Black: Das Mädchen Carina
9. Peter Alexander: Liebesleid
10. Elvis Presley: In the Ghetto
11. Udo Jürgens: Anuschka
12. Sir Douglas Quintet: Mendocino
13. Tommy James & the Shondells: Crimson & Clover
14. Roy Black: Ich denk' an Dich
15. Donovan: Atlantis
16. Zager & Evans: In The Year 2525 (Exordium & Terminus)
17. Chris Andrews: Pretty Belinda
18. The Beatles: Ob-La-Di, Ob-La-Da
19. Edwin Hawkins Singers: Oh Happy Day
20. Tommy Roe: Dizzy
21. The Tremeloes: My Little Lady
22. The Beatles: The Ballad of John and Yoko
23. Heintje: Scheiden tut so weh
24. The Rolling Stones: Honky Tonk Women
25. The Fifth Dimension: Aquarius/Let the Sunshine In
26. Bee Gees: First of May
27. The Beatles & Billy Preston: Get Back
28. Creedence Clearwater Revival: Proud Mary
29. Barry Ryan: Love Is love
30. Heintje: Ich sing ein Lied für Dich

Es sind auch schon ein paar Mark über um von den Titeln oben einige Singles zu erwerben.

8.2.71: Das Bundesverteidigungsministerium erlässt den sogenannten Haarnetz-Befehl. Dementsprechend müssen Soldaten, deren Haare über den Hemdkragen reichen, aus Sicherheitsgründen ein Haarnetz tragen. Bundesverteidigungsminister Helmut Schmidt erhält dafür den Aachener "Orden wider den tierischen Ernst".

Der US-amerikanische Spielfilm "Love Story" hat in der Bundesrepublik Premiere. Die tragische Liebesgeschichte wird zu einem großen Publikumserfolg.
10.12.71: Bundeskanzler Willy Brandt wird in Oslo mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die Ostpolitik des Bundeskanzlers wird als Beitrag zur Überwindung der Konfrontation zwischen den Machtblöcken in Europa betrachtet. Brandt ist damit der erste Deutsche, der nach dem Zweiten Weltkrieg den Friedensnobelpreis erhält.
Außerdem:
Modehit des Jahres sind Hot-Pants - Hosen in der Länge eines Minirocks.

In diesen Jahren beginnt man auch in Bremerhaven das Schiffahrtsmuseum immer mehr aufzubauen. Damals lag im Außenbeleuchtung zunächst nur die Seute Deern.

Über Museen, gerade auch aus dem maritimen Bereich berichte ich jetzt hier....

1974 - 1976: Ich sitze in den verschiedenen Lehrgängen. Hochinteressant, Rechnertechnik. Genau mein Ding. Aber, Standort ist Wilhelmshaven. Es ist in Wilhelmshaven aber sonst recht öde, meinen Lebensabend würde ich hier nicht gerne verbringen.
Wegen meiner Lehrgänge werde ich dann aber versetzt auf einen Lenkwaffenzerstörer. Einmal im Jahr darf einer unserer Lenkwaffenzerstörer nach Amerika. Das Glück hat es gut mit mir gemeint, 1976 durfte ich mitfahren.

Höhepunkt der Reise war dann das Wochenende mit der Teilnahme an der Steuben-Parade in New York 1976, dem Jahr der Feier 200 Jahre Unabhängigkeit der USA. 
Außerdem waren auch einige Tage in der Karibik, auf Kuba (Guantanamo Bay) und Florida dabei.
Jetzt konnte ich mit eigenen Augen das Saturn-Programm bestaunen. Dies lief noch im Kennedy Space Center.