Samstag, Oktober 17, 2015

Warum ich nie mehr ein Haus kaufen oder bauen würde .....

Ich hatte das Mieten bisher immer abgelehnt und zunächst Eigentumswohnungen abgelehnt, da ich mir dachte, bis ich solch eine Wohnung abbezahlt habe vergehen 10 bis 20 Jahre. Dazu muss ich Sanierungen, Schäden, Eigentumsversicherungen und Umbauten am Gemeinschaftsgrund mitfinanzieren. Aber wenn ich nun nachdenke, reizt mich der Gedanke immer mehr. Einerseits bleibt das monatlich gezahlte Geld bei mir und ich habe eine Wohnung aus der mich niemand rauswerfen kann und in der all das machen kann, was ich möchte.
Momentan sah es so aus (aus meinem Tagebuch): Vergangenes Jahr bin ich in meine jetzige Wohnung gezogen. Sie gefällt mir ganz gut, ist aber nicht meine Traumwohnung. 3 Zimmer, 90m² für ~540€ Kaltmiete am Rand der Großstadt Hamburg, die für mich auch noch neu ist. Ich bin hier momentan eigentlich nur beruflich gebunden, finde es hier nicht schlecht aber auch nicht perfekt. Wenn sich eine bessere Möglichkeit ergeben würde, könnte ich mir auch vorstellen, wieder umzuziehen. Aber erst einmal möchte ich noch hier bleiben. Durch den Umzug bin ich momentan ziemlich blank. Ich musste die Wohnung neu möblieren und habe dementsprechend gleich etwas bessere Möbel gekauft, die von den Maßen her auch sehr gut in die Wohnung passen. Nun sagten mir meine Kollegen, dass auch gerade in der jetzigen Zeit Eigentumskäufe auch ohne Eigenkapital getätigt werden können. Ich habe mich interessehalber mal umgeschaut und ganz schicke Wohnungen für 120.000 bis 150.000€ gefunden. In einer Vorstadt ist es sicherlich günstiger aber da habe ich noch nicht geguckt. Ich wollte mir ja erst einmal nur einen groben Überblick verschaffen. Dazu sei aber gesagt dass ich eher an einem Singlehaus Interesse hätte, ohne großes Grundstück. So bin ich wirklich unabhängig und habe meine Ruhe. Ein Reihenhaus würde für mich nicht in Frage kommen da wieder Wand an Wand ist. Richtige Singlehäuser gibt es leider nur sehr rare gesät aber die Zeit hätte ich ja ein schickes zu suchen. Ein eigenes bauen wäre mir zu stressig und zu viel. Einer eigenen Wohnung wäre ich aber auch nicht abgeneigt, wenn zur Not die Möglichkeit besteht, z.B. nach 5 Jahren die Wohnung wieder zu verkaufen, der Käufer zahlt mir meine bisher gezahlten Raten und zahlt für die nächsten 10 Jahre weiter den monatlichen Ratenbetrag.
Das Ergebnis?
Im Zweifelsfalle weiter zur Miete wohnen keine Vergleichsrechnungen anstellen.

1999 meinte ich eine Eigentumswohnung könnte doch aus steuerlicher Sicht, finanzieller Sicht eine interessante Sache sein. Dem Grundsatz folgend Kaufe nur eine Eigentumswohnung in die Du zur Not selbst einziehen würdest kaufte ich ein schönes Objekt in Ahrensburg, das ist im Speckgürtel von Hamburg gelegen. Schöne Außenanlagen, Terasse, Tiefgarage, U-Bahn-Nähe.
Die Wohnung schien mir ein beständiger Wert zu sein, preisliche Schwankungen dürften vorkommen, die könnte ich ja leicht aussitzen.
Die Vermietung hatte geklappt, der steuerliche Vorteil war interessant.
Der Schönheitsfehler:
Gebaut von der Immobiliensparte der Berliner Bank, die in starke Turbulenzen geraten war. Die Turbulenzen führten dazu, dass die Gewährleistungsmängel an dem ganzen Objekt nicht termingerecht behoben wurden. Es sollten wohl noch fünf bis sechs Jahre vergehen (Rechtsstreit, passende Ing-Büros etc.) bis diese behoben waren. Solange war an einen Verkauf zum Einstandspreis also nicht zu denken.
Wegen einer anderen Sache (drohender Schadensersatz bei Verkauf eines anderen Objektes) gepaart mit den Kosten der Trennung von meiner Frau geriet ich in solche starke Geldnot, dass ich die Eigentumswohnung nicht mehr halten konnte und wegen des noch mangelhaftem schlechten Zeitwertes der Eigentumswohnung meine Haus-Bank mitverantwortlich für meine Insolvenz war.
Letztendlich hat die Bank sich schadlos gehalten.
Meine Lehre:
Ein Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses (auch wenn es steuerlich attraktiv aussieht) macht nur Sinn, wenn man das Geld dafür ganz sicher übrig hat. Banken sind nie geduldig, dürfen es aus deren Sicht wahrscheinlich auch nicht sein.
Beim Kauf oder Bau eines selbst bewohnten Hauses gelten weitere Regeln, auf die ich später noch eingehe.


2.11.76 In den USA wird der Demokrat James Earl "Jimmy" Carter (geb. 1924) zum 39. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.

15.11.76. Die Telekom damals noch Deutsche Bundespost stellt in West-Berlin die ersten Tastentelefone vor. Sie sollen in den nächsten Jahren die in der Bundesrepublik üblichen Apparate mit Wählscheibe ersetzen.

• Jean-Claude Borelly: Dolannes-Melodie 3 Wochen (29. Dezember 1975 – 18. Januar 1976, insgesamt 4 Wochen)
• Penny McLean: Lady Bump 1 Woche (19. Januar – 25. Januar, insgesamt 8 Wochen; → 1975)
• Harpo: Moviestar 1 Woche (2. Februar – 8. Februar, insgesamt 4 Wochen)
• ABBA: Mamma Mia 1 Woche (9. Februar – 15. Februar)
• Pussycat: Mississippi 4 Wochen (8. März – 4. April, insgesamt 5 Wochen)
• Frank Farian: Rocky 1 Woche (5. April – 11. April, insgesamt 4 Wochen)
• ABBA: Fernando 1 Woche (3. Mai – 9. Mai, insgesamt 7 Wochen)
• Bellamy Brothers: Let Your Love Flow 5 Wochen (28. Juni – 1. August)
• Jürgen Drews: Ein Bett im Kornfeld 6 Wochen (2. August – 12. September)
• Boney M.: Daddy Cool 1 Woche (13. September – 19. September, insgesamt 12 Wochen)
• ABBA: Dancing Queen 1 Woche (20. September – 26. September)
• David Dundas: Jeans On 1 Woche (6. Dezember – 12. Dezember)
• ABBA: Money, Money, Money 5 Wochen (20. Dezember 1976 – 23. Januar 1977)


Keine Kommentare: